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"Mit dem Moped sicher unterwegs": 4 Std. ARBÖ-Training (4. Kl., Fr., 24. Juni 2016)

Mit dem ersten eigenen Moped eröffnet sich für unsere Jugend ein neues Gefühl von Freiheit und Selbständigkeit. Die Entwicklung zum motorisierten Fahrer ist für junge Menschen heute zu einer bedeutenden Übergangssituation vom Jugendlichen zum Erwachsenen geworden. Diesen positiv assoziierten Aspekten einer tendenziell früher einsetzenden, motorisierten Mobilitätsverwirklichung steht jedoch zweifelsohne das erhöhte Unfallrisiko gerade im Jugendalter gegenüber.

Die veröffentlichten Daten der Bundesanstalt Statistik Austria verdeutlichen hierbei das hohe Unfallpotential der jungen Fahrer im Alter zwischen 15 und 16 Jahren: Im Jahr 2014 verunglückten auf Österreichs Straßen 4.487 Mopedlenker, 13 davon tödlich. Der Anteil der 15- und 16-jährigen verunglückten Fahrer liegt bei über 50 Prozent! In der Unfallforschung ist seit jeher bekannt, dass sich im Jugendalter das jugendspezifische Risikoverhalten mit dem Anfängerrisiko bei der Teilnahme am Straßenverkehr vermischt. Die Anfängerrisiken treten vor allem bei jungen Fahranfängern auf. 

Das Verkehrssicherheitsprogramm des ARBÖ Tirol fokussiert das jugendspezifische Risikoverhalten rund um die Mopedfahrt. Hierbei bietet Philipp Riccabona, Leiter der ARBÖ Mobilitätserziehung und Verkehrssicherheit, Tirols Schulen kostenlosen vierstündigen Workshop an, der weit über die klassische Verkehrssicherheitslehre hinausgeht.

„Gerade  im Gespräch mit den Jugendlichen zeigt sich, dass die alkoholisierte Spritztour mit dem Moped oftmals verharmlost wird. Ebenso verhält es sich vielfach mit der Einstellung zum auffrisierten Moped“, erläutert Riccabona das fatale Bedingungsgefüge für einen Verkehrsunfall im Jugendalter und führt weiter an: „An einem Verkehrssicherheitstag werden bis zu 100 Schüler zeitgleich im Ausmaß von vier Unterrichtseinheiten in Form eines Stationenzirkels theorie- und praxisorientiert von mir und meinem Team auf unkonventionelle, aber sicherlich auf nachhaltige und qualitativ hochwertige Weise unterrichtet.

Das positive Feedback seitens der Schulleitung und Schüler bestärken mich in meiner Schularbeit und der Entwicklung neuer Abschnitte im Programm“. Der Schwerpunkt der ARBÖ-Workshops im Sommersemester liegt in der Vermittlung einprägsamer Fallbeispiele und praktischer Übungen (Rauschbrillen, Mopedsimulatoren) wie wertvoller Informationen, die im interaktiven Austausch die Lebensumwelt der jungen Mopedfahrer fokussieren und die kritische Reflexion des eigenen Risikoverhaltens anstreben. Ganz im Sinne des Leitbildes des ARBÖ-Workshops: „Bevor ein Mopedunfall passiert!“